Man merkt ziemlich schnell, ob ein Format trägt.
Nicht an dem, was gesagt wird. Sondern an dem, was im Raum entsteht.
An diesem Nachmittag wurde das sehr deutlich.
Während wir mit den Kindern gearbeitet, über Geld gesprochen, Entscheidungen durchgespielt und Perspektiven gewechselt haben, lief parallel ein Workshop mit den Mentorinnen und Mentoren von Zeit für Zukunft.
Im Zentrum standen dabei keine Methoden und Inhalte im klassischen Sinne. Sondern Fragen, die sich nicht schnell beantworten lassen:
💭 Wie spreche ich mit Kindern über Geld, ohne ihnen etwas „richtig“ oder „falsch“ vorzugeben?
💭 Wann greife ich ein und wann halte ich mich bewusst zurück?
💭 Und wie viel Unsicherheit halte ich aus, ohne sie vorschnell aufzulösen?
Es sind genau diese Momente, in denen sich zeigt, was Bildung eigentlich bedeutet.
Denn finanzielle Bildung entsteht nicht allein durch Wissen.
Sondern durch die Art, wie Erwachsene die Kinder in solchen Situationen begleiten.
Die eigentliche Herausforderung liegt dabei oft nicht im Vermitteln.
Sondern im Aushalten.
Im Zulassen, dass Kinder eigene Wege gehen.
Eigene Entscheidungen treffen.
Und auch eigene Fehler machen dürfen.
Was uns an diesem Nachmittag besonders beeindruckt hat, war die Haltung der Ehrenamtlichen.
💛 Dieses genaue Hinschauen.
💛 Dieses ehrliche Interesse.
💛 Und die Bereitschaft, die eigene Rolle immer wieder zu hinterfragen.
Das ist nicht selbstverständlich.
Und vielleicht ist genau das die Voraussetzung dafür, dass finanzielle Bildung wirksam werden kann.
Wir danken „Zeit für Zukunft – Mentoring für Kids“ für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Sabine Haarich und Dr. Kathrin Sachse für die gemeinsame Organisation
und der Hauptkirche St. Michaelis für die Möglichkeit, diesen Tag in ihren Räumen stattfinden zu lassen.